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London - Meine Stadt !
Achtung: Dieser Bericht könnte einen Konzertbericht beinhalten.
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Freitag 03. November 2006, British Midland ab Hannover um 10:35 Uhr, Ankunft ca. 11:05 Uhr Ortszeit, Flughafen Heathrow
Montag 06. November 2006, British Midland ab Heathrow um 11:50 Uhr, Ankunft ca. 13:25 Uhr Ortszeit
The Royal Horseguards (a Thistle Hotel), 2 Whitehall Court, Whitehall, London SW IA 2 EJ
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Es ist immer wieder pure Freude in diese Stadt zurückzukehren. Ich war ja schon sehr oft dort, trotzdem entdecke ich jedes Mal neue Seiten und es wird
nie langweilig. An jeder Strassenecke ist was los und man weiss nie, was einen erwartet.
So auch dieses Mal. Der Grund für meinen Besuch war Cliff. Er trat für einige Konzerte in der Wembley Arena auf und ich war bei zwei Konzerten dabei.
Mein Terminkalender ließ leider nicht mehr Konzerte zu - sonst wäre ich wirklich sehr gerne noch geblieben.
Da ich schon einmal im November in der Stadt war, wusste ich, dass das Wetter nicht unbedingt schlecht sein muss, nur weil es Herbst ist. Ganz ohne
Regenschirm im Gepäck nahm ich am Freitag Morgen den Zug Richtung Flughafen. Die Prognosen waren für Freitag heiter und sonnig und fürs Wochenende bewölkt und bedeckt mit höherer Regenwahrscheinlichkeit.
Letztendlich war es die ganzen Tage durchgehend heiter und sonnig - OK die Temperaturen waren durchweg niedrig. Ich war trotzdem mehr als zufrieden !
Im Flughafen suchte ich - wie immer - den richtigen Schalter (es ändert sich ja dauernd was). Man sagte mir, dass der Flieger sehr klein wäre und ich
eventuell meinen Koffer nicht als Handgepäck mitnehmen könne. Ich könne ihn aber draussen vor dem Flieger abstellen und bekäme ihn in London beim Aussteigen gleich wieder.
Ich konnte es erst nicht ganz glauben, dass das Flugzeug so klein sein sollte; ich hatte tatsächlich Platz 15 F bekommen. Am Ende war ich doch ziemlich
erstaunt, als ich draussen wirklich ein winziges Maschinchen stehen sah. Ich muss zugeben, grosse Flugzeuge sind mir wesentlich lieber!
Der Flug war sehr schön - obwohl ich nicht schlecht staunte, als die Board-Crew Geld für die Getränke haben wollte ! 1 Euro oder 60 pence für eine
winzige Dose ! Von Essen war überhaupt nicht die Rede. Und es war bestimmt kein billiges Flugticket.
Ok, nachdem uns der Pilot die aktuelle Wetterlage für den Zielflughafen durchgegeben hatte, konnte ich auch das Nichtvorhandensein von Essen
verschmerzen. Er betonte, dass es besonders sehenswert für die Passagiere auf der rechten Seite des Flugzeugs werden wird, weil er sich Mühe geben will, uns alle wichtigen Sehenswürdigkeiten von oben zu zeigen.
Als es dann soweit war und wir der Stadt näher kamen, kramte ich meine neue digitale Kamera raus: die Aussicht war grossartig. Über den Docklands staunte
ich nicht schlecht, wie viele neue Wolkenkratzer dort entstanden sind, seit meinem letzten Besuch.
Die Aussicht war wirklich fantastisch und als ich begriff, dass das dort unten LONDON ist und ich tatsächlich dort war, musste ich mich zurückhalten, um
nicht einen Anfall zu kriegen ! Mir stiegen die Tränen in die Augen ! Ich war viel zu lange nicht da....
Ich hatte geplant erstmal ins Hotel zu fahren, um danach nach Covent Garden zu laufen und dort zu Mittag zu essen. Nach der Landung des Fliegers in
Heathrow hab ich dann tatsächlich noch mehr als 2 Stunden gebraucht, um im Hotel anzukommen - die Dauer der Fahrt in die Stadt unterschätze ich jedes Mal ! (Das Hotel war schnell gefunden, denn ich hatte dort schon beim letzten Besuch im März 2004 genächtigt.)
Deshalb forderte mein Magen schnellstmöglich Arbeit und ich war heilfroh, als ich auf meinem Weg durch die Victoria Embankment Gardens ein Restaurant
fand. Nach dem Essen verfolgte ich weiter meinen Plan und ging Richtung Covent Garden, weil ich in den Shop vom Londoner Transport Museum wollte - dort gab es immer sehr schöne Poster und Museum-Shops haben es mir
sowieso angetan !
In Covent Garden angekommen, lief ich einige Zeit umher, bevor ich aus einer der Hallen ziemlich laute Musik hörte. Viel zu laut für einen normalen
Strassenkünstler wie ich fand. Es waren auch viel zu viele Leute dort und vor allem zu viele Kameras !!!!! Mit eiligen Schritten näherte ich mich und versuchte aus der Musik und den Stimmen herauszuhören, welche
Band dort spielte. Aber keine Chance - mir sagten diese Typen überhaupt nix.
Es hörte sich trotzdem gut an - ich musste also noch etwas hier bleiben. Im übrigen waren diese zwei Sänger genau an der Stelle, wo ich ursprünglich
Mittag essen wollte ! Kurz nachdem ich meinen Camcorder auspackte, wurde das nächste Lied angekündigt: es war Never Be Lonely von der Band The Feeling - das Lied erkannte ich sofort - ich hab es zu der Zeit jeden
Morgen auf dem englischen Radiosender BFBS gehört.
Ich filmte dieses Lied und ging danach weiter. Geplant war für den Rest des Tages ein Besuch des Britischen Museum, das ich bis dahin noch nie
angesteuert hatte - ich weiss: Schande über mich ! Der Grund meines Besuchs war leider nicht die Ausstellung, sondern es waren die Shops ! Ja ich weiss: noch mal Schande über mich !
Angesichts des schönen Wetters schmiss ich allerdings alle Planungen über Bord und drehte gen Westen - irgendwo Richtung Park, wo ich noch mal schöne
Aufnahmen machten konnte. Ins Museum kann ich bei bedecktem Himmel immer noch !
Also steuerte ich als erstes den St. Jamess Park an. Die Vielzahl der Wasservögel hat mich staunen lassen und ich genoss die tief stehende Sonne.
Abwechselnd packte ich Camcorder und Digitalkamera ein und aus und versuchte alles ordnungsgemäss in Bild und Ton festzuhalten. Ein Pelikan stolzierte im Park ganz gelassen auf dem Gehweg zwischen den Passanten -
welch ein ungewohnter Anblick. Davon existieren leider keine Fotos.
Ich überlegte, wie ich den Rest des Tages gestalte und ob ich einiges - was fürs gesamte Wochenende geplant war, vorziehen könnte. Immer davon ausgehend,
das das Wetter die nächsten Tage schlechter werden würde, entschied ich mich letztendlich für eine kleine Sightseeing-Tour zu Fuß durch die Stadt. Nach einer Shopping-Tour stand mir nicht der Sinn - Ich wollte ja
meine neue Kamera nutzen. Sicher hab ich das alles schon x-mal gesehen, trotzdem gehört es für mich irgendwie dazu. Und ich wollte nicht so viel Zeit in U-Bahnen verbringen - statt dessen lieber die Stadt zu Fuß
erkunden.
Ich setzte meinen Weg Richtung Buckingham Palast weiter fort und ging danach zurück durch den St. Jamess Park - diesmal Richtung Westminster Abbey und
Big Ben. An der Kathedrale ging ich rechts vorbei durch einen kleinen Torbogen auf den Deans Yard. Von der Great College Street kommt man direkt zum Victoria Tower des Parlaments.
Auf einer Bank an der Themse im gegenüberliegenden Victoria Tower Garten ruhte ich mich einige Zeit aus und genoss die Aussicht aufs Wasser und aufs
Riesenrad. Vor langer Zeit hatte ich im Fernsehen mal einen Bericht gesehen über eine neue Touristenattraktion - ein gelber Bus - eine Art Amphibienfahrzeug, den man auch als Boot nutzen kann. Da saß ich also auf
meiner Bank und was sah ich im Wasser schwimmen ? Genau diese Kombination aus Boot und Bus ! Die Engländer haben wirklich verrückte Ideen ! Das kann doch nicht normal sein, oder ? :-)
Nach meiner Pause gings weiter über die Lambeth Bridge auf die gegenüberliegende Seite. Da ich zu einer bestimmten Uhrzeit zu Hause anrufen sollte, hatte
ich immer einen Blick auf die Uhr und überlegte, auf welchem Weg mir eine Telefonzelle begegnen würde. Mir fiel ein, dass ich vor zig Jahren ein Telefon auf meinem Weg von der Tower Bridge Richtung Westminster
genutzt hatte.
Obwohl ich schon reichlich fußmüde war, entschied ich mich erstmal zum Riesenrad zu laufen und von dort weiter Richtung Tower Bridge. Ich wusste nicht
mehr auf welcher Höhe etwa die Telefonbox gewesen war und entschied, nur bis zum Oxo Tower zu gehen, da es schon sehr weit war und ich noch im Charing Cross Bahnhof etwas einkaufen wollte.
Ich fand zwar einige Dinge auf meinem Weg, aber leider kein Telefon ! Also fand ich mich einige Zeit später im Bahnhof am Münztelefon wieder und
berichtete kurz, dass ich einigermaßen gut angekommen bin. Ich kaufte danach einige Dinge und schleppte die schweren Tüten ins Hotel.
Danach hab ich keinen Fuss mehr vor die Tür gesetzt, da ich am nächsten Tag wieder fit sein musste. Vor allem hatte ich mir vorgenommen am nächsten
Morgen zeitig loszugehen - und zwar zu Fuss zum Harrods !
Das Harrods ist einfach Pflicht ! Was für ein Kaufhaus ! Riesig und einfach genial ! Schon allein der kleine Krispy Kreme Donut Stand im Erdgeschoss ist
eine Reise wert ! Ich kann mich ärgern, dass ich mir nicht wenigstens ein paar Donuts mit nach Hause genommen habe !
Ich überlegte, wie lange ich bis dorthin benötigen würde und machte mich gleich nach dem Frühstück um kurz nach 8 Uhr auf den Weg. Von meinen letzten
Besuchen her weiß ich, dass man möglichst dort ist, wenn das Geschäft öffnet (also um 10 Uhr), weil es für meinen Geschmack sonst zu voll dort ist.
Den grössten Teil des Weges konnte ich ohne meinen zerfledderten Stadtplan zurücklegen, bis etwa zum Victoria Bahnhof (ist ja nicht sehr schwer), danach
bin ich quer durch Belgravia gegangen und ab dem Belgrave Square konnte ich den Plan wieder wegpacken. Einige Tage vorher hatte ich mich im Internet informiert, wo in London die Filialen der Supermarktkette Waitrose
sind. Ich hatte mir die Adressen aufgeschrieben und durch Zufall kam ich jetzt an einem Laden vorbei, der gerade geöffnet hatte. Waitrose ist unter Cliff-Fans dafür bekannt, dass sie seinen Wein Vida Nova verkaufen !
Da ich mir sonst die Flaschen mit teurem Porto schicken lassen muss, wollte ich mal gucken, ob ich den Wein im Supermarktregal stehen sehe ! Ich weiss
nicht, was ich gemacht hätte, hätten die den wirklich im Angebot gehabt. Die neuen Sicherheitsvorschriften im Luftverkehr hätten es mir nicht erlaubt eine Flasche mit an Board zu nehmen und im Koffer wäre die Gefahr
groß, dass die Flasche zerbricht. Und im Hotel trinken ? Dann wäre ich sicher nicht rechtzeitig zu den Konzerten zur Stelle gewesen .....
OK, einen Versuch wars wert - ich wollte den mit einer Bronze-Medaille ausgezeichneten Wein nur e i n m a l im Supermarktregal stehen sehen.
Ich kaufte einige Sachen und ging weiter Richtung Harrods.
Ich hatte schon die Sloane Street überquert und war in einer Seitenstrasse verschwunden, als ich viele Eltern mit Kindern und jeder Menge Luftballons mir
entgegenkommen sah - ich dachte mir, dass da vorne eine Schule sein muss, die gerade ein Fest veranstaltet haben... Mir fiel auf, dass überall in der Luft so ein komisches weisses Zeug rumflog. Ich bog um die Ecke
und traute meinen Augen nicht .... Ich hätte mitten auf der Strasse fast nen Schreianfall gekriegt ! Das konnte ja nun wirklich nicht sein !!!!!
Es war kurz vor 9 Uhr und die kleine Strassenkreuzung vor mir war überfüllt mit Menschen: Eltern mit ihren Kindern und überall Luftballons und dieses
weisse Zeug und alles neben dem Harrods ! Augenscheinlich strömten diese Menschenmassen auch noch ins Geschäft - super !!! Bei mir machte sich Begeisterung breit !
Vermutlich war kurz zuvor eine weihnachtliche Parade die Strasse entlang gezogen und jetzt folgten alle dem Weihnachtsmann in die Kinderabteilung ! So
hatte ich mir das ja nicht vorgestellt !
Mir fiel nix anderes ein, als an den Schaufenstern vorbei in Richtung Hauptstrasse (Brompton Road) zu gehen, vielleicht waren dort die Eingänge noch
nicht überfüllt. Zum Glück waren die Türen bereits geöffnet und nicht so voll. Im Laden angekommen schlenderte ich in alle Abteilungen, die ich aufsuchen wollte und kaufte ein paar schöne Sachen. Am Donut Stand
holte ich mir zwei von diesen verboten leckeren Dingern plus einem heißen Kakao und ging mit Sack und Pack auf eine Bank in den Hyde Park.
Dort blieb ich lange genug, um mir genau zu überlegen, was ich erledigen will, wann ich dafür Zeit habe und was ich als Nächstes ansteuere. Auch wenn das
Wetter am Samstag wieder herrlich sonnig war und keine Wolke den Blick nach oben störte, wollte ich dennoch einmal ins Britische Museum (auch wenn es nur für die Shops ist).
Von der Station Knightsbridge, deren Eingang vollkommen anders war als vor 2 1/2 Jahren fuhr ich meinen Erinnerungen zufolge erst ins Hotel. Der Eingang
der Station Knightsbridge befand sich damals gleich neben dem Harrods im Gebäude nebenan sozusagen. Heute ist in dem Gebäude ein Modegeschäft ! Die Eingangstür war früher der Eingang zur Station. Heute ist der
Eingang der Station zwischen den beiden Läden - eine Treppe führt hinab in die Unterwelt.
Nachdem ich im Hotel meine Einkäufe deponiert hatte, fuhr ich vom Embankment drei Stationen zur Tottenham Court Road, von dort waren es nur noch ein paar
Schritte zum Britischen Museum.
Ich erwartete einen riesigen Vorplatz mit einem majestätisch erscheinenden schloßähnlichen Bau. Ich war ganz schön enttäuscht, dass die Größe des Museums
meinen Erwartungen nicht entsprach. Im Inneren des Baus wurde ich dafür entschädigt, denn die Architektur des Innenhofs mit dem Glasdach war wirklich beeindruckend. Designed wurde der Innenhof von den bekannten
Architekten Fosters und Partner.
Nachdem ich mir was zu Essen besorgt und mich kurz ausgeruht hatte, klapperte ich alle Shops ab. Leider fand ich nichts, was mich zu einem Kauf animiert
hätte. Für die Ausstellung hatte ich keine Zeit mehr; das muss ich beim nächsten Besuch erledigen. Ich musste mir langsam Gedanken über das Konzert machen, wann ich los fahre und wie ich dorthin komme.
Also spazierte ich durch den Ausgang und folgte meiner Nase Richtung Süden. Ich wollte nicht wieder mit der U-Bahn fahren, da es ein paar Schwierigkeiten
mit meinem Ticket gab. Ich marschierte quer durch den Stadtteil Holborn zum Hotel zurück.
Ich war zwar recht früh im Hotel, aber es war spät genug, um dort zu bleiben. Für einen Ausflug ins nahegelegene Aquarium hätte die Zeit nicht mehr
gereicht. Ich überlegte, welches technische Equipment ich mitnehmen sollte und entschied mich, aus Sicherheitsgründen den Camcorder im Zimmer zu lassen, bevor er mir von der Security abgenommen und ich verhaftet
werde !
Da ich in der Wembley Arena vorher noch nicht gewesen bin, ging ich davon aus, dass die Anreise etwas länger dauert, immerhin fährt die U-Bahn durch 3
Zonen ! Da ich - wie gesagt - noch nie vorher dort war, wusste ich nichts von den Gegebenheiten vor Ort, wie z.B. den Künstlereingang.
Ich wollte mich noch etwas ausruhen, entschloss ich mich dann aber, loszufahren. Könnte ja sein, dass ich etwas verpasse !
Ich stieg an der Baker Street in die Metropolitan Line, die direkt zum Wembley Park fährt, was meines Erachtens am schnellstens von allen Möglichkeiten
war. Von der Station aus hat man einen wunderbaren Blick aufs neue Wembley Stadion !
Durch die eisige Kälte lief ich immer den Leuten hinterher zur Wembley Arena, die sich direkt neben dem Stadion befindet. Auf dem Platz direkt vor der
Arena war, wie ich überraschend feststellte, ein Springbrunnen installiert (kleine Wassersäulen, die mit unterschiedlichen Farben angestrahlt wurden). Auf Knopfdruck in den Steinfliesen konnte man die Farben ändern
und die Wassersäulen tanzen lassen. Irgendwie erinnerte es mich kurz an die gigantischen Wasserspiele vor dem Bellagio in LAS VEGAS !
Und was ja noch viel besser war: aus den Lautsprechern erklang Cliffs Stimme !!!!!! Sehr viele Lieder wurden abgespielt, die sich natürlich wiederholten,
je länger man in der Kälte frieren musste. Ausserdem wurden schon die Tourbücher verkauft - für Abwechslung beim Warten auf den Einlass war also gesorgt. Ich überlegte, ob ich den weiten Weg rund um die Halle in
Kauf nehmen sollte, nur um nachzusehen, was sich am Hintereingang abspielt und ob da eine größere Menge Fans auf Cliff wartet.
Angesichts der Zeit überlegte ich, dass er sicher bereits im Gebäude war - es war ja das erste Konzert von vielen und da könnte ein Soundcheck schonmal
etwas länger dauern.
Ich vertrieb mir die Zeit mit dem Tourheft und überlegte, wann ich denn mein Ticket abholen könne. Ich hatte es via Internet bestellt und es gab da
ein kleines Missverständnis, deshalb war ein Ticket-Duplikat an der Abendkasse für mich hinterlegt worden. Die Zeit wollte einfach nicht vergehen und es war kälter als geplant - deshalb stattete ich der bereits
geöffneten Abendkasse einen Besuch ab und fragte nach meinem Ticket. (Die Abendkasse befand ich in einem geschlossenen und geheizten
Raum) Man sagte mir, dass ich das Ticket leider erst mindestens eine Stunde vor Konzertbeginn abholen könne. Aber die nette Dame bot mir an, schonmal nachzuschauen, ob mein Umschlag hinterlegt wurde. Zum Glück war er vor Ort ! Etwas beruhigt ging ich wieder in die Kälte hinaus.
Ich verstaute zwischendurch noch einige technische Errungenschaften in unsichtbaren Jackentaschen und kramte in meiner Umhängetasche so rum, dass ich
möglichst problemlos durch die Eingangskontrollen komme. Da die Pforten sich schon eine Stunde früher öffneten als angekündigt, konnte ich mir von weitem die Prozedur des Taschendurchwühlens angucken. Ich wusste
diesmal absolut nicht, was erlaubt war und was nicht, deshalb wollte ich es gar nicht erst drauf ankommen lassen.
Mittlerweile hatte sich vor der Abendkasse eine lange Schlange entwickelt und ich stellte fest, dass ich nicht die einzige war, deren Ticket nicht
rechtzeitig mit der Post angekommen ist. Alle hatten sie diesen Wisch vom Online-Ticketdienst und die Kreditkarte in der Hand. Viele versuchten schon vorher ihr Glück, stellten sich in die Schlange und wurden an der
Kasse wieder abgewiesen, da es noch längst nicht soweit war.
10 Minuten vor der offiziellen Kartenausgabe-Zeit stand ich auch an der Kasse und hoffte, man möge mich nicht wieder abweisen, nur damit ich mich wieder
hintenanstellen kann....
Zum Glück bekam ich gleich das Ticket und ich konnte auch sofort von dort aus in die Halle gehen. Der Wächter der Taschen wollte mein Ticket gar nicht
sehen !!!! Er kramte und wühlte meine Tasche durch, befand sie für sauber und liess mich durch. Kein Wunder, die altmodischer Musikkassette samt Hülle befand sich hinten am Rücken in meinem Hosenbund - wodurch ich
einen etwas steifen Gang hatte....
Danach stellte ich mich in die lange Schlange vorm Damenklo, nur, um meine Gerätschaften aufnahmebereit zu machen. Danach holte ich mir noch was zu
trinken und ging damit in die Halle auf der Suche nach meinem Platz. Er befand sich zum meinem grossen Glück recht nah an der Bühne, seitlich auf der unteren Tribüne, in Höhe der 1. oder 2. Reihe der Arena unten.
Der Blick war supergenial ! Besser hätte man von unten auch nicht gucken können. Ausserdem sass ich ganz am Ende der Reihe - rechts neben mir war einer der Eingänge in die Arena. Ich musste halt immer nur aufpassen,
dass mich kein Security-Guard mit der Kamera erwischte.
Die Tasche stand sicher vor den Blicken Neugieriger in der Ecke zu meinen Füßen, das rote Lämpchen des kleinen Rekorders konnte von niemanden gesehen
werden.
Das Konzert war wirklich super. Genau so muss ein Konzert sein !!! Er war fit, dynamisch und witzig wie immer. Er war sooo coool und wirkte immer noch
jung und es schien ihm tierischen Spass zu machen. Die Lieder waren auch genial - einige davon hat er seit sehr langer Zeit nicht mehr live gesungen und einige davon würden mich in anderen Situationen willenlos
machen.... live gesungen auf jeden Fall.
Das Bühnenbild war sehr schön. Die Musiker befanden sich auf einer höher gelegenen Plattform, die durch zwei Treppen, rechts und links der Bühne mit dem
unteren Teil verbunden war. Im Hintergrund waren kleine nicht zusammenhängende Felder aufgehängt, auf denen abwechselnd Bilder und/oder Farben und Muster den Titeln entsprechend gezeigt wurden.
In unteren Teil der Bühne gab es ein Display, auf dem auch etwas gezeigt wurde. Am Beginn des Konzerts stand Cliff vor diesem Bildschirm, der in meiner
Erinnerung in dem Moment nur weiss war, Cliffs Schatten war erkennbar - und Give me love your way begann ! Einfach genial ! Hoffentlich werden die Deutschland-Konzerte auch so !
Für alle, die es interessiert und für mich zur Erinnerung - hier nochmal die Songs in der Reihenfolge:
Give Me Love Your Way.
My Kinda Life
How Did She Get Here.
Sometimes Love
Hey Mr Dreammaker
Medley: Miss You Nights,
Devil woman, Young Ones, We Dont Talk Anymore
AnyOne Who Had A Heart - Duett mit seiner Backround-Sängerin Dawn Joseph.
For Life
Simplicity
Field Of Love
Let There Be Love - Duett
mit seinem Backround-Sänger Mike Mullins
What Car
========================================= 2. Hälte:
Move It (die neue Version)
Matter Of Moments
Girl In Your Arms
Yesterday Once More - Duett mit seinem Backround-Sänger Keith
Murrell
- er zieht an dieser Stelle eine silbern-glitzernde Bomber-Jacke an...
Medley: Rock 'n' Roll Juvenile, Green Light, Every face Tells A Story, Wired For Sound
- ändert seine Garderobe wieder zurück zur normalen Jacke
I Will Not Be A Mistake
Reunited - Duett mit Dawn Joseph
Faithful
One
It'll Be Me
Fields Of Gold - Duett mit seinem Backround-Sänger Peter Howarth
Ocean Deep
Thousand Miles To Go
21st Century Christmas
Peace In Our Time.
Um kurz nach 22 Uhr war das Konzert vorbei, das Hallenlicht ging an und wir befanden uns wieder in der Realität ! Mein erster Weg führte mich zur
Toilette - erstmal die ganzen versteckten Wanzen, Kabel und sonstige Recorder abbauen und verstauen.
Ich überlegte kurz, ob ich am hinteren Ausgang der Halle auf Cliff warten sollte. Da das bis zu einer Stunde dauern kann oder noch länger, verwarf ich
die Idee sofort wieder. Ich wollte ins Hotelzimmer und mir erstmal die Aufnahmen anhören und sehen :-)) !!!
Der Weg zur U-Bahn zurück war schnell erledigt. Und etwaige Bedenken seitens meiner Familie, ob es nicht zu gefährlich wäre gegen 23 Uhr in einer solchen
Gegend U-Bahn zu fahren, konnten aufgrund der Anwesenheit zahlreicher anderer Fans schnell ausgeräumt werden. Sicher und ohne Probleme war ich um kurz nach 23:30 Uhr zurück im Zimmer. Ich stellte mit Entsetzen fest,
dass ich unbedingt noch eine weitere Musikkassette brauchte.
Warum hatte ich bloss nicht genügend eingepackt ? Also musste ich am nächsten Tag - am Sonntag - nochmal los - der einzige Laden, der mir einfiel war
natürlich das Harrods -
Für den nächsten Morgen war ein Besuch bei der Tower Bridge geplant. Und - oh Wunder - auch heute versprach es ein w o l k e n l o s e r Tag zu
werden!!!!! Von der Station aus ging ich rechts am Tower vorbei und erkannte sofort, was neu war und was nicht. Es war so früh, dass die Kassen des Towers noch geschlossen hatten.
Der Souvenirladen hatte tatsächlich angebaut ! Im hinteren Teil des Gebäudes war jetzt das Erdgeschoss erweitert worden und eine erste Etage war
hinzugekommen ! Ausserdem stellte ich fest, dass der kleine Bauwagen vor dem Laden, in dem früher noch Hot Dogs verkauft wurden - plötzlich ein fest stehendes kleines Gebäude war, von dem aus Backwaren wie z.B.
Croissants und süsse Teile und heiße Schokolade verkauft wurde !
Die Sonne wurde teilweise von der Tower Bridge verdeckt - es war einfach herrlich ! Ich filmte und fotografierte alles ordnungsgemäss ab, so dass
ziemlich viel Zeit verging, bis ich endlich auf der anderen Uferseite an der Brücke ankam. Meine Finger waren schon längst steif gefroren, aber das sollte meinen Enthusiasmus wenig stören. So ein Wetter hätte ich
nicht für möglich gehalten - und das volle 3 Tage lang.
Nach etwa einer Stunde an , auf und neben der Brücke war es Zeit fürs Mittag essen. Ich musste ja noch mal ins Harrods und ich war eigentlich gar nicht
so traurig darüber :-)) !!!!!
Vom Tower Hill fuhr ich durch bis South Kensington. Auf dem Spaziergang zum Harrods kam ich am Natural History und am Victoria & Albert Museum
vorbei. Ich genoss die Sonnenstrahlen und letzten Stunden in der Stadt. Das Harrods öffnete um 12 und ich reihte mich in die Schlange der Wartenden an einer der 11 Eingangstüren ein.
Als Erstes besuchte ich eins der unglaublichen 28 (!!) Restaurants, um den Hunger zu stillen. Danach wandelte ich durch einige der unglaublichen 200 (!!)
Abteilungen.
Natürlich ging ich in erster Linie in Richtung der Audio und Hifi-Geräte, in der Hoffnung sowas Altmodisches wie leere Musikkassetten zu entdecken. Ich
fand auf jeden Fall alles andere. Eine grosse Vielfalt an ultraflachen Fernseher gab es dort besonders. Ich stand sehr erstaunt vor einem Gerät, dass fast so gross wie eine Zimmerwand war und 8.000 Pfund -
umgerechnet 12.000 Euro - kosten sollte. Ich glaub, ich hab bisher noch nie einen schöneren Fernseher gesehen !!!!
Lange Zeit lief ich umher wie Falschgeld - zum Glück erwischte ich eine freie Verkäuferin, die ich fragen konnte, ob sie sowas hätten. Sie verwies mich
auf die CD-Abteilung, dort wollte ich zuerst auch fragen, aber bis ich an der Reihe war, hatte ich sie schon ganz unten im Regal entdeckt - ENDLICH !!!
Nach meinem Einkauf verabschiedete ich mich - bis zum nächsten Mal - von diesem geilen Laden und fuhr Richtung Hotel. Angesichts der frühen Zeit,
entschied ich mich, doch noch ins Aquarium zu gehen. Dort war ich auch schon sehr häufig, aber hier in Deutschland hab ich kein Aquarium in der Nähe, das Seepferdchen zeigt. Und da ich mir die sehr gerne ansehe,
nutzte ich die Gelegenheit. Natürlich ist auch dieser Eintritt wieder teurer geworden.
Ich filmte alles ordentlich ab und verbrachte die restliche Zeit dort - bis es wieder hieß: Cliff in concert ! Nach einer ganzen Stunde im
Aquarium, blieb ich noch etwas im Hotel - und packte meine Tasche ordnungsgemäss fertig fürs Konzert.
An diesem Abend wollte ich nicht wieder so lange in der Kälte stehen. Ich fuhr also etwas später los, trotzdem war ich früh an der Arena. Bei der
Taschenkontrolle gab es aufgrund der guten Vorbereitung keine Beanstandungen !!
Irgendwann sass ich also auf meinem Platz - diesmal auf der anderen Seite der Halle in der unteren Tribüne leider einige Blocks weiter hinten. Trotzdem
war die Sicht gut und ich war glücklich dabei zu sein. Mit Cola und einer Tüte Pommes ging die Zeit schnell vorbei. Das Konzert begann..... und endete natürlich viel zu schnell.
Fortsetzung folgt....
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